Fernwärme: nachhaltige Wärmeversorgung für unseren Bestand

Fernwärme

Ein großer Teil der CO₂-Emissionen im Gebäudebestand entsteht durch die Wärmeversorgung. Viele Gebäude werden noch mit fossilen Energieträgern beheizt – und genau hier liegt ein zentraler Hebel für wirksamen Klimaschutz. Deshalb setzt die Stadtbau Würzburg im Rahmen ihres Klimapfads verstärkt auf Fernwärme als nachhaltige Wärmeversorgung, wo dies wirtschaftlich darstellbar und infrastrukturell möglich ist.

Fernwärme verlagert die Wärmeerzeugung vom einzelnen Gebäude in ein zentral betriebenes System. Damit können Emissionen deutlich reduziert werden, insbesondere wenn die Fernwärme zunehmend dekarbonisiert, also Schritt für Schritt von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas auf CO₂-arme bzw. CO₂-freie Wärmequellen umgestellt wird. Für die Stadtbau Würzburg ist der Anschluss an Fernwärme damit ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, ergänzend zu weiteren Lösungen wie Wärmepumpen, wenn Fernwärme nicht verfügbar ist.

Der Weg zur Fernwärme erfolgt schrittweise und geplant. Entscheidend ist, welche Gebäude technisch angebunden werden können, wie die Leitungsinfrastruktur entwickelt wird und welche Rahmenbedingungen sich aus der kommunalen Wärmeplanung ergeben. Auch die Entwicklung der Emissionsfaktoren spielt eine Rolle, da sie die tatsächliche Klimawirkung und die Bilanzierung beeinflusst. Die Stadtbau Würzburg verbindet diese Faktoren mit dem Portfoliomanagement: Gebäude werden gebündelt betrachtet, priorisiert und dort umgesetzt, wo ein hoher Gesamteffekt erreichbar ist. Fernwärme ist damit kein Einzelprojekt, sondern Teil einer langfristigen Umstellung der Wärmeversorgung. Durch die fortlaufende CO₂-Bilanzierung kann die Stadtbau Würzburg die Wirkung der Umstellungen transparent nachverfolgen und die Planung kontinuierlich fortschreiben. So wird aus einer strategischen Zielsetzung ein konkreter, umsetzbarer Pfad – mit dem Ziel, den Bestand bis 2045 schrittweise klimaverträglicher zu bewirtschaften.