Stadtbau Würzburg startet erste gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
In der Zellerau sind die ersten Solarmodule montiert. Ab Anfang 2027 können 54 Haushalte in der Neidertstraße und der Frankfurter Straße den Strom nutzen, der auf ihrem eigenen Dach entsteht.
Mit dem Pilotprojekt setzt die Stadtbau Würzburg zum ersten Mal eine gemeinschaftliche Gebäudeversorgung um. Der Solarstrom wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist, sondern fließt direkt in die Wohnungen im selben Haus. Weil für diesen Strom keine Netzentgelte anfallen, ist er günstiger als der übliche Strom aus dem Netz.
Was die Anlage tagsüber erzeugt und gerade niemand braucht, speichert die Batterie für den Abend. Reicht auch das nicht aus, ergänzt das öffentliche Netz die Versorgung, wie bisher über den selbst gewählten Stromanbieter.
Freiwillig und ohne Umbau in der Wohnung
Für die Mieterinnen und Mieter ist die Teilnahme freiwillig. Der bisherige Stromvertrag bleibt bestehen, für den Solarstrom kommt ein zusätzlicher Vertrag dazu. Miete und Betriebskosten ändern sich nicht. Der bisherige Stromzähler wird durch ein intelligentes Messsystem ersetzt, einen sogenannten Smart Meter. Er erfasst im Viertelstundentakt, wann Solarstrom und wann Netzstrom genutzt wird. Auch in der Wohnung selbst ändert sich nichts. Abgerechnet wird monatlich nach dem tatsächlichen Verbrauch.
Ausblick
Die Zellerau ist der Anfang. Weitere Standorte prüfen wir bereits, und bei künftigen Modernisierungen schauen wir zuerst aufs Dach. So verbinden wir Klimaschutz und bezahlbares Wohnen, für die Menschen in unseren Quartieren und für Würzburg.