Die Stadtbau Würzburg setzt seit 2022 auf einen Klimapfad, um die Treibhausgasemissionen ihres Wohnungsbestands bis 2045 schrittweise zu reduzieren. Grundlage ist eine regelmäßig fortgeschriebene Treibhausgasbilanz, die Transparenz schafft und Prioritäten für Investitionen und Maßnahmen ableitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die betriebsbedingten Emissionen aus Wärmeversorgung und Allgemeinstrom – also genau die Bereiche, die im Bestand am stärksten wirken und direkt beeinflusst werden können.
Besonders wichtig ist die Kombination aus energetischen Verbesserungen und der Umstellung der Wärmeversorgung. Viele Gebäude der Stadtbau Würzburg stammen aus der Wiederaufbauzeit sowie den 1960er- und 1970er-Jahren und weisen entsprechend einen hohen Handlungsbedarf auf. Deshalb werden energetisch schwächere Gebäude gezielt priorisiert, etwa durch Maßnahmen an Gebäudehülle und Technik, die den Energiebedarf dauerhaft senken. Gleichzeitig wird die Wärmeerzeugung schrittweise dekarbonisiert – beispielsweise durch den Anschluss an Fernwärme, wo dies wirtschaftlich und infrastrukturell möglich ist, oder durch den Einsatz CO₂-neutraler Technologien wie Wärmepumpen.
Ergänzend baut die Stadtbau Würzburg erneuerbare Energien im Bestand aus, insbesondere Photovoltaik auf geeigneten Dachflächen, und entwickelt Quartierslösungen, um Versorgungskonzepte effizient zu bündeln. Damit der Klimapfad im Alltag wirkt, werden technische Maßnahmen durch Kommunikation und Angebote begleitet, die Mieterinnen und Mieter beim energiesparenden Heiz- und Lüftungsverhalten unterstützen, insbesondere nach Modernisierungen. So verbindet die Stadtbau Würzburg ambitionierte Zielkorridore mit einem umsetzbaren Maßnahmenprogramm und überprüft den Fortschritt kontinuierlich über die jährliche Bilanzierung.